Fachkommentar: Mag. pharm. Gabriele Müller |

Magnesium hilft gegen Krämpfe. Das weiß jedes Kind. Doch das Mineral ist beteiligt an über 600 Enzymreaktionen in unserem Körper. Dementsprechend breitgefächert ist seine Wirkung und folgenschwer ein Mangel.

Wichtigste Aufgaben von Magnesium

  • starke Nerven
  • Regulation der Muskelfunktion zusammen mit seinem Gegenspieler Calcium.
  • Energiebereitstellung (Bildung von ATP, das ist der Hauptenergiespeicher unserer Zellen).
  • Verwertung von Glucose (Zucker)
  • Steuerung des Blutdrucks und des Herzrhythmus.
  • gesunde Knochen und Zähne

So kann ein leichter, latenter Magnesiummangel bei vielen Volkskrankheiten wie etwa Bluthochdruck, Herzkrankheiten, Schlaganfall, Migräne, Osteoporose und vor allem Diabetes eine entscheidende Rolle spielen.

Der Bedarf eines Erwachsenen beträgt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung :

  • Männer: 350 – 400 mg
  • Frauen: 300 – 350 mg

Diese Angaben beziehen sich stets auf das reine Magnesium und nicht auf die Magnesium-verbindung. Denn Magnesium selbst ist ein Metall. Unser Organismus kann nur Magnesiumverbindungen aufnehmen.

Mehr Magnesium braucht man z.B.:

  • in der Schwangerschaft und Stillzeit
  • bei Flüssigkeitsverlust z.B. beim Sport, bei grosser Hitze, bei starkem Durchfall oder Erbrechen.
  • bei Stress
  • bei Diabetes und anderen Stoffwechselerkrankungen.
  • bei regelmäßigem Alkoholgenuss
  • bei chronischen Darm- und Nierenerkrankungen

Aber auch die Einnahme von Medikamenten kann den Magnesiumbedarf erheblich steigern:

  • Protonenpumpenhemmer (PPIs, im Volksmund auch „Magenschutz“). Es wird weniger Magensäure gebildet, die das Magnesium aus der Nahrung herauslöst.
  • Diuretika (Entwässerungsmittel).
  • Abführmittel
  • Hormonpräparate oder auch die „Anti-Baby Pille“
  • Diabetesmedikamente uvm.

Woran erkennt man einen Mangel?

  • Muskelkrämpfe
  • Verspannungen
  • Herzrhythmusstörungen, Herzrasen
  • Migräne ( höhere Dosen Magnesium können Häufigkeit und Intensität der Migräneattacken senken.
  • Muskelzucken (z.B. Lidzucken oder Restless Legs)
  • Verstopfung
  • rasche Erschöpfbarkeit
  • kalte Hände oder Füße uvm.

Magnesiumreich essen reicht meist nicht aus

In unserer Nahrung ist das Mineral immer weniger enthalten. Die beste Quelle für eine natürliche Versorgung sind magnesiumreiche Mineralwässer. Unser täglicher Bedarf – vor allem wenn er z.B. durch Stress erhöht ist – kann über die Ernährung so gut wie nicht gedeckt werden. Deshalb ist die unbemerkte Unterversorgung ein großes Problem.

Nicht alle Magnesium-Präparate wirken gleich gut!

Es gibt eine riesige Palette von Nahrungs-ergänzungsmitteln mit Magnesium. Sie enthalten den Mineralstoff in unterschiedlich löslichen Verbindungen (Magnesiumsalze) wie das organische gebundene Magnesiumaspartat, -citrat oder -laktat bzw. das anorganische Magnesium-chlorid, -oxid oder -sulfat.

Magnesiumcitrat und organische Salze sind ideal für die rasche und kurzzeitige Versorgung mit Magnesium z.B. im Sportbereich oder bei Muskelkrämpfen.

Verbleibt jedoch Magnesium im Darm, weil von der geschluckten Dosis nicht alles resorbiert (aufgenommen) wurde, kann es Durchfall verursachen. Deshalb sollte Magnesium mit viel Flüssigkeit und über den Tag verteilt eingenommen werden. Zur Behebung eines Magnesiummangels eignen sich hochwertige Präparate mit mehreren unterschiedlichen Magnesiumsalzen.

Neu sucrosomales Magnesium: Hier wird das Magnesium mit einem Mantel umhüllt, wodurch es den Magen unverändert passieren und im Darm optimal vom Körper aufgenommen werden kann. So wird die Beeinträchtigung der Verdauung weitgehend vermieden.

Tipp
Magnesiumpräparate sind mittlerweile überall erhältlich, egal ob im Supermarkt oder in der Apotheke. Die Preisunterschiede sind oft enorm. Hochwertige Präparate aus der Apotheke werden wie Arzneimittel in dafür speziell zertifizierten Betrieben hergestellt.

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